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Mit FSME-Impfung beruhigt ins Zeltlager

Zeckenimpfung – Schutz vor FSME

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Zum Schutz vor einem Zeckenstich sind lange Kleidung, sorgfältiges Absuchen und Zeckenschutzmittel (Repellents) unerlässlich. In der Realität unterbleibt jedoch schon mal die eine oder andere Maßnahme, vor allem wenn Kinder und Jugendliche ohne Eltern unterwegs sind. Wer in der schönsten Jahreszeit viel draußen ist, sollte sich daher zusätzlich gegen die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) impfen lassen.
Die Impfung gehört zu den Pflichtleistungen der Krankenkasse, wenn der Versicherte in einem vom Robert Koch-Institut ausgewiesenen Risikogebiet wohnt oder Urlaub macht. Eine Broschüre des Bundesverbands für Public & Gesundheitsinformation und Verbraucherschutz e.V. (BGV) hält eine aktuelle Karte dazu bereit.

Familien, aber auch Gruppenleiter von Kinder- und Jugendreisen sollten das Thema Zeckenschutz vor dem Urlaub ausführlich besprechen. Wenn eine Freizeit wie zum Beispiel ein Zeltlager-Aufenthalt in einem FSME-Risikogebiet geplant ist, sollten Eltern den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts Folge leisten und ihr Kind gegen FSME impfen lassen. Die Kosten trägt in diesem Fall die Krankenkasse. Einige Kassen zahlen die Impfung auch für Reisen in ein FSME-Risikogebiet außerhalb Deutschlands, andere erstatten die Kosten unabhängig vom Wohn- oder Urlaubsort. Wer unsicher ist, sollte bei seiner Krankenkasse nachfragen.

In Deutschland besteht ein Risiko für eine FSME-Infektion vor allem in Bayern und Baden-Württemberg, in Südhessen und im südöstlichen Thüringen sowie in Teilen von Rheinland-Pfalz, Sachsen und im Saarland. Vereinzelte Fälle der meldepflichtigen Erkrankung sind aber auch aus anderen Regionen Deutschlands bekannt. Welche Gebiete das im Einzelnen sind, zeigt eine aktuelle Karte in der Broschüre „Zeckenstiche – Frühsommer-Meningoenzephalitis durch Vorsorge vorbeugen“. In interaktiver Form gibt es sie auch auf der Internetseite .


FSME - Gut informiert und sicher durch den Sommer

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis ist eine eher seltene Erkrankung. Dennoch empfehlen Experten in Risikogebieten eine Impfung, denn die Erkrankung kann nicht ursächlich behandelt werden und nimmt in manchen Fällen einen sehr schweren Verlauf. So befällt das FSME-Virus bei etwa der Hälfte der Patienten die Hirnhaut, bei einem Teil der Betroffenen sogar das Gehirn oder seltener auch das Rückenmark. Ernste Symptome wie zum Beispiel Bewusstseinsstörungen sowie Langzeitschäden wie Gedächtnisschwäche oder Lähmungen können die Folgen sein.

Weiterführende Informationen zur Erkrankung und zur Impfung sowie praktische Tipps enthält die aktualisierte Broschüre „Zeckenstiche – Frühsommer-Meningoenzephalitis durch Vorsorge vorbeugen“. Sie kann kostenfrei im Internet oder auf dem Postweg bestellt werden. Bestelladresse: BGV e.V., Heilsbachstraße 32, 53123 Bonn; www.bgv-zeckenschutz.de.
Dieser Beitrag stammt von Nils und dem GesünderNet-Team
 

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